Newsroom – Allheilmittel, Geheimwaffe oder Einhorn?

Der Newsroom ist kein Allheilmittel, richtig eingesetzt und auf die Bedürfnisse der damit arbeitenden Mitarbeiter und des Unternehmens abgestimmt, dennoch ein überaus wirkungsvolles Mittel. Dieser Blogbeitrag behandelt fünf Zielsetzungen, die wir als voestalpine mit unserem Newsroom verfolgen.

Der Newroom ist ein Organisationsmodell für die Kommunikation und richtet sich am Vorbild von Zeitungsredaktionen und Medienhäusern aus. Bei der voestalpine dient der Newsroom als Content- und Informationshub. Er hilft den Überblick über alle geplanten, laufenden und vergangenen Aktivitäten und Maßnahmen zu behalten, zu koordinieren und zu integrieren und ermöglicht eine ausgewogene und einheitliche Kommunikation über alle Zielgruppen, Plattformen, Medien und Kanäle. Im Zentrum stehen die Themen und nicht die Kanäle oder Einzelmaßnahmen. Dabei wird ein Cross-Media-Publishing-Ansatz verfolgt, der hilft die richtigen Zielgruppen mit den richtigen Botschaften auf den richtigen Plattformen zu erreichen.

Geändertes Mediennutzungsverhalten und Explosion der Kanäle

Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit und nach dem Newsroom-Prinzip. Bereits 2012 beschäftigten wir uns mit dem Terminus. Ursprünglich war der Newsroom bei der Chefin vom Dienst für das Mitarbeitermagazin angesiedelt, da dieses zum damaligen Zeitpunkt der “Single Point of Content” war. Alle Informationen liefen dort zusammen. Mit dem Aufkommen von Social Media und immer weiteren Medien, Plattformen, Kanälen, Devices und Themen sowie dem geänderten Mediennutzungsverhalten, verlagerte sich der Schwerpunkt der Themenplanung in die externe Kommunikation. 2015 entschied man sich für die Neuausrichtung des Newsrooms.

Wichtig war uns dabei folgende Prinzipien zu verfolgen:

  • #1 Eine Newsroom Redaktion
  • #2 Verfolgen einer gemeinsamen Strategie
  • #3 Transparenz
  • #4 Effizienter Ressourceneinsatz
  • #5 Mehr Qualität, weniger Quantität

#1 Eine Newsroom Redaktion

Zu Beginn stand der Zusammenschluss aller Kommunikationsdisziplinen (Externe Kommunikation, Media Relations, Online und Social Media, Interne Kommunikation, etc.) zu einer Newsroom-Redaktion. Das bedeutet nicht, dass alle alles machen. Nein. Aber alle arbeiten crossmedial und haben ein Grundverständnis wie andere Kanäle, Medien und Themen funktionieren. Vernetztes Denken ist dabei wesentlich. Denn die richtige Zielgruppe soll mit den richtigen Botschaften auf der richtigen Plattform erreicht werden.

#2 Verfolg einer gemeinsamen Strategie

Das Thema und die Botschaft stehen im Mittelpunkt und nicht der Kanal oder die Einzelmaßnahme.

Eine Botschaft soll nach außen dringen, egal über welches Kommunikationsmittel. Wichtig sind dabei abgestimmte Inhalte und das Verfolgen einer gemeinsamen Strategie. Diese muss aber auch allen Beteiligten bekannt sein.

#3 Transparenz

Kürzere Wege und transparenter Informationsaustausch: Jeder muss einen Überblick haben und wissen worüber gesprochen und woran gearbeitet wird. Dies zwar nicht bis ins kleinste Detail, aber die Richtung sollte dennoch stimmen. Hier gilt das Prinzip der Hol- und Bringschuld. Jeder muss aktiv am Geschehen mitarbeiten. Ist es nicht möglich bei einem Termin teilzunehmen, ist man verpflichtet sich die Informationen selbst zu beschaffen. Auf der anderen Seite gilt jedoch auch, die eigenen Informationen den anderen zur Verfügung zu stellen.

#4 Effizienter Ressourceneinsatz

Um Mehrfachrecherchen und den Abstimmungswahnsinn zu vermeiden, können klare Aufgaben- und Rollenbeschreibungen sowie definierte Prozesse und Wege sehr nützlich sein. Je besser jeder weiß was zu tun ist und welche Verantwortung einem selbst obliegt, desto eher können Mehrfachrecherchen vermieden werden.

#5 Mehr Qualität, weniger Quantität

Je mehr Kanäle, Medien und Themen zur Verfügung stehen, desto mehr Möglichkeiten gibt es Content zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet nicht mehr Content zu produzieren, sondern ausgewählte Inhalte gezielter zu publizieren und distribuieren. Bei jeglicher Kommunikationsaktivität wird darauf geachtet einen Mehrwert für die Zielgruppen zu genieren und somit die Informationsflut zu vermeiden. Denn:

„Niemand wartet auf Corporate Content“.

Ziel ist es, nicht nur gute Inhalte zu produzieren, sondern die komplette „Customer (User) Journey“ mit den jeweils passenden Inhalten crossmedial zu begleiten.

Die liebe Marijana hat mich zum voestalpine Newsroom in ihrem Podcast Talk Content befragt. Jetzt reinhören!

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